Welternährungstag am 16. Oktober

Zur Zukunft unserer Ernährung - Am vergangenen Sonntag wurde in den christlichen Gemeinden das Erntedankfest gefeiert. In den Kirchen waren die Altäre mit allen erdenklichen Feldfrüchten reich geschmückt, an manchen Orten wurden feierliche Prozessionen abgehalten. All das soll der Dankbarkeit gegenüber Gott für den Ertrag der Landwirtschaft Ausdruck verleihen. Erntedank ist ein fröhliches Fest, das ein Bild der Fülle, ja des Überflusses vermittelt. Und doch mischt sich heute mehr als in früheren Jahren auch ein Unbehagen unter die Freude. Wir wissen ja, dass auch die Landwirtschaft bei uns unter zu trockenen Sommern einerseits und unter zu starken Regenfällen andererseits leidet. Es wird uns zunehmend bewusst, dass die Folgen des Klimawandels Auswirkungen auf die Landwirtschaft und damit auf unsere Ernährung haben werden. - Der Welternährungstag am 16. Oktober wurde 1979 von der UNO ins Leben gerufen und soll daran erinnern, dass weltweit noch eine unfassbare Zahl von Menschen an Hunger leidet. Auch die Wahrnehmung dieses Gedenktages hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Hunger ist nicht mehr etwas, was nur in weit entfernten Regionen dieser Erde stattfindet. Wir wissen, dass viele Menschen, die in ihren Heimatländern von Hunger bedroht sind als Flüchtlinge nach Europa kommen. Und wir wissen auch, dass unsere Lebensweise und unser Konsum hier direkte Auswirkungen auf die Umwelt und auf die Menschen in anderen Teilen der Welt haben. - Ganz in diesem Sinne stellt das Museum Brot und Kunst anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober die dokumentarisch-künstlerische Medieninstallation der beiden Wiener Künstler Clemens Stachel und Wolfgang Konrad „Die Zukunft der Ernährung“ ausführlich vor. Geht es hier doch darum, das vielschichtige Thema „Welternährung“, das uns alle angeht, ohne Denk- und Sprechverbote aufzufächern. Die Installation basiert deshalb auf der Vorstellung eines Gesprächs oder Forums. Unterschiedliche Haltungen, Meinungen und Erfahrungen haben in den Videos eine Stimme. Die beiden Autoren und Filmemacher Clemens Stachel und Wolfgang Konrad erzählen an diesem Abend von der monatelangen Arbeit an diesem einmaligen Projekt. Intensive Recherchen, unzählige Gespräche und die Suche nach ausdrucksstarken Bildern gehörten dazu. Aber auch die technische Umsetzung einer ungewöhnlichen Idee. - Und schließlich laden die Künstler und das Museum dazu ein, das Gespräch und die Überlegungen fortzusetzen...