60x60 Vernissage

02.07.2022
20:00

Am Samstag, den 2. Juli 2022, ab 20 Uhr lädt das Museum Brot und Kunst zur Vernissage seines Filmprojekts „60x60“ in den Salzstadel ein.

„60x60“ ist ein weltumspannendes Filmprojekt, das 60 Kurzfilme à 60 Sekunden von KünstlerInnen aus verschiedenen Ländern und Kulturen verbindet. Die internationale Filmcollage führt die ästhetisch ganz unterschiedlichen Stimmen zu dem übergreifenden Thema Essen in politischen und kulturellen Kontexten zusammen. Vorausgegangen war eine intensive Recherche des Museums nach KünstlerInnen, die einen filmischen Beitrag zum Thema leisten konnten. Besonders fruchtbar erwies sich dabei die Kooperation mit den Goetheinstituten in allen Teilen der Welt, durch die viele Kontakte erst möglich wurden. Mit dabei sind nun namhafte KünstlerInnen wie Suzanne Anker, Alex Frost, Gerda Steiner & Jörg Lenzinger oder Anahita Razmi. Aber auch besonders spannende Newcomer wie Valentino Berndt, Johannes Büttner und Jennifer Skarbnik. Sie arbeiten mit allen möglichen filmerischen Mitteln und Erzählweisen. Manche gehen das Thema ganz universell an, andere stellen einen sehr persönlichen oder aktuellen Bezug her. So z. B. die ukrainische Künstlerin Alla Georgieva, die die Auswirkungen des Krieges auf das Leben der Menschen in ihrem Land reflektiert.

Aus allen Kurzfilmen zusammen entsteht eine etwa einstündige Collage, bis zum 14. Oktober 2022 in der Dauerausstellung zu sehen sein wird. Darüber hinaus hat das Museum drei KünstlerInnen eingeladen in Ulm Workshops mit drei verschiedenen Gruppen durchzuführen; mit SchülerInnen einer 8. Klasse, Auszubildenden aus der Lebensmittelbranche und einer generationenübergreifenden Gruppe. Die Ergebnisse dieser Workshops – auch hierbei entstehen kurze Filme – werden dann in der Ausstellungshalle gezeigt und gefeiert.

Bei der Vernissage am 2. Juli 2022 wird nach einer Vorstellung des Projekts durch die Kuratorinnen erstmals die gesamte Filmcollage vorgeführt. Zu Gast an diesem Abend ist außerdem der aus Tel Aviv stammende Künstler Shahar Marcus, der die Ergebnisse seines Workshops mit angehenden Brauern und Mälzern der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule präsentiert. Shahar Marcus, der vor allem durch seine Video – und Performancekunst international bekannt geworden ist, beschäftigt sich in seinen Arbeiten immer wieder mit Teig oder Brot, wobei ihn Fragen der (nationalen) Identität beschäftigten. Im Workshop mit den Auszubildenden aus der Lebensmittelbranche geht es unter anderem darum, wie Performancekunst im Video umgesetzt werden kann. Dass Marcus für das Filmprojekt und einen Workshop im Museum gewonnen werden konnte, erfüllt einen schon seit längerer Zeit gehegten Wunsch.

Es gibt an diesem Abend also einiges zu feiern! Und dazu passenden Tel Aviv Sound von Nico Bulla, dem über Ulm hinaus bekannten DJ und Musikproduzenten.

Eintritt frei!